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14 Mai

5 Jahre Reparaturcáfe

Als der Kultur- und Heimatverein (KHV) Niederzissen im Jahre 2017 sein Reparaturcafé ins Leben rief, war es die erste Einrichtung dieser Art im Kreis Ahrweiler. Es war aber auch eine Art Vorbild für weitere Gründungen, die inzwischen in Bad Breisig, Remagen und Bad Neuenahr stattgefunden haben.

 
„Hilfe zur Selbsthilfe war damals der wesentliche Antrieb für unsere Bemühungen“, berichtet Richard Keuler, der Vorsitzende des KHV. Initiator für das Reparaturcafé war im Januar 2017 Dieter Lukas, der erst kürzlich in Koblenz mit der Verdienstmedaille des Landes ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit Keuler entwickelte er ein Konzept, mit sie Ortsbürgermeister Rolf Hans überzeugten. Der startete einen Aufruf zur Mithilfe und stellte die Bausenberghalle für das Projekt zur Verfügung.

Der Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre wird natürlich arg durch Corona getrübt, denn während der Pandemie fielen zahlreiche Reparaturtermine der Zwangspause zum Opfer. Zurzeit läuft der Betrieb langsam wieder an – auch mit Anleitungen zur Selbstreparatur. Erste Rückmeldungen zeigen: mit Erfolg. Die Reparaturen selbst sind natürlich kostenlos, Spenden aber herzlich willkommen. Werden Ersatzteile benötigt, werden diese umgehend besorgt und beim nächsten Besuch eingebaut und bezahlt.

Begonnen wurde vor fünf Jahren im Foyer der Halle, bis zum Beginn der Pandemie im März 2020 mit Kaffee und Kuchen im Wartebereich, was gleichzeitig eine willkommene Kommunikationsbörse war. Ab dem Neustart im Sommer 2021 ist der Besuch des Reparaturcafés nur noch mit Voranmeldung möglich. Die Reparaturen werden seither im großen Saal der Halle vorgenommen. Das dient der Entzerrung im Wartebereich und zur Einhaltung der Abstände nach den Corona-Vorschriften. „Dieses Konzept hat sich bewährt und wird beibehalten“, kündigt der Vorsitzende an.

Mannschaft des Niederzissener ReparaturcafsDurchschnittlich werden an jedem ersten Dienstag im Monat 13 Reparaturwünsche aus dem gesamten Ahrkreis an die freiwilligen Helfer herangetragen. Das heutige Team bilden Dieter Lukas, Andy Eyring, Roland Jäger, Peppo Fiorelli, Karl-Heinz Ebert, Günter Bell, Egon Gros, Richard Keuler und Gisela Reichrath. Bis zum Pandemiebeginn waren auch Christa und Karl-Heinz Schley tätig.

Zum Fünfjährigen kam auch Ortsbürgermeister Rolf Hans in die Bausenberghalle und überreichte eine Spende als Beitrag zu einer kleinen Feier, die für den Abend geplant war. In einer kurzen Ansprache unterstrich der Ortschef das Einrichtungsziel: das Aufkommen von Elektroschrott zu reduzieren und damit Rohstoffe zu schonen. „Das Konzept ist jedoch nur mit der Bereitschaft ehrenamtlich Tätiger möglich, die dazu noch über das nötige handwerkliche Geschick verfügen. Letzter notwendiger Bestandteil ist ein Organisator, der Abläufe, Umfeld und Arbeitseinsätze koordiniert. Alles das ist im Reparaturcafé in Niederzissen zusammengekommen, und damit ist die Einrichtung zu einem Erfolg geworden“, lobte der Gemeindechef.


Bild: Die Mannschaft des Niederzissener Reparaturcafés zusammen mit Ortsbürgermeister Rolf Hans (stehend links). Dieter Lukas (vorne Mitte) war vor fünf Jahren Initiator der Einrichtun


Fotos:   ©Hans-Willi Kempenich
Text:     ©Hans-Willi Kempenich

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 15. Mai 2022 09:45