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05 Oktober

Sitzung Gemeinderat 05.09.2022 - Teil 2

Weil die Gastherme in der Bausenberghalle in der jüngeren Vergangenheit zunehmend Probleme machte, sieht sich die Gemeinde Niederzissen vor die Notwendigkeit gestellt, die Heizung zu erneuern. Dabei soll auch die in die Jahre gekommene Mess-, Regel- und Steuertechnik ersetzt werden.

 

Noch im Januar dieses Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen, wieder eine Gasheizung in der Gemeindehalle installieren zu lassen. Doch diese Entscheidung wurde aus sehr nachvollziehbaren Gründen jetzt verworfen.

Denn im Februar begann der Ukrainekrieg und verursachte den bekannten dramatischen Anstieg des Gaspreises. Vor diesem Hintergrund haben auch die Niederzissener Gemeindevertreter umgedacht und ihren Januar-Beschluss aufgehoben. Stattdessen haben sie sich für eine Pelletheizung entschieden. Helmut Pertz vom Ingenieurbüro EUA-Pertz stellte den Mandatsträgern in der jüngsten Ratssitzung vier mögliche Varianten für die neue Hallenheizung vor: einen Erdgas-Brennwertkessel, einen Pelletkessel, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie eine Sole-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung.

Nach Abzug einer möglichen Förderung beläuft sich der Kostenanteilanteil der Gemeinde für die Pelletheizung auf 228 000 Euro. Dazu muss man wissen, dass nach den neuen Bedingungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkotrolle (Bafa) ab dem 15. August die Fördersätze für Pelletheizungen von ursprünglich 40 auf jetzt nur noch zehn Prozent reduziert wurden. Der entsprechende Förderantrag wurde im August gestellt, der Bescheid steht jedoch noch aus. Fest steht jedoch, dass eine neue Gasheizung mit einem Eigenanteil von 161 000 Euro preiswerter zu haben wäre. Die beiden verbleibenden Varianten mit Wärmepumpen schlagen mit Eigenanteilen von jeweils 329 000 Euro zu Buche. Nach einer eingehenden Diskussion und dem Abwägen der verschiedenen Möglichkeiten, wurde der Beschluss vom Januar zunächst einstimmig aufgehoben. Für die Pelletvariante votierten anschließend 16 Ratsmitglieder, vier stimmten dagegen.

Buswartehäuschen Rodder

Der Förderantrag für die Sanierung der Lüftungsanlage wurde bereits im vergangenen Jahr beim Bafa eingereicht. Ein Zuwendungsbescheid über 47 000 Euro liegt der Gemeinde inzwischen vor. Die kalkulierten Bruttoausgaben belaufen sich auf 59 000 Euro. Für das gesamte Sanierungsvorhaben sind im Haushalt Mittel in Höhe von 200 000 Euro eingestellt.

Ortsbürgermeister Rolf Hans informierte über zwei lobenswerte Privatinitiativen von engagierten Mitbürgern. Gemeinsam haben Gaby Perk, Helmut Drößlich, Rolf Gilles, Karlheinz Doll und Birgit Gros die Dreifaltigkeitskapelle im Arweg in vielen Arbeitsstunden wieder in einen sehr ansehnlichen Zustand gebracht. Weiterhin haben Dieter Braun und Klaus-Peter Schmelter in ehrenamtlicher Arbeit ein Buswartehäuschen für den Ortsteil Rodder gebaut. Unterstützt wurden sie dabei von den Mitarbeitern des Bauhofs, die die Bodenplatte hergestellt haben. Die Gemeinde musste lediglich die Materialkosten tragen. Damit haben jetzt auch die Fahrgäste, die in Richtung Bad Neuenahr-Ahrweiler unterwegs sind, insbesondere die Rodderer Schulkinder, beim Warten auf ihre Busse einen wetterfesten Unterstand. „Am 16. September werden wir einen Dankeschön-Abend veranstalten, bei dem auch diese beiden Privatinitiativen gebührend gewürdigt werden. Dazu werden wir auch die Sponsoren unseres neuen Gemeindefahrzeugs einladen“, kündigte der Ortschef an.


Bild: Ehrenamtlich haben Peter Schmelter (links) und Dieter Braun im Niederzissener Ortsteil Rodder ein schmuckes Buswartehäuschen gebaut.


Fotos:   ©Hans-Willi Kempenich
Text:     ©Hans-Willi Kempenich

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 05. Oktober 2022 10:20