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27 Juni

Sitzung Gemeinderat 13.06.2022

Keine Gemeinderatssitzung in Niederzissen in der jüngeren Vergangenheit ohne das Thema Hochwasserschutz: Zwar waren diesmal keine Entscheidungen über weitere Präventionsmaßnahmen zu treffen, doch Ortsbürgermeister Rolf Hans berichtete umfassend über die jüngsten Pläne und Maßnahmen in Sachen Vorsorge gegen Überschwemmungen, wie sie auch Niederzissen vor wenigen Jahren besonders im Seifental erlebt hat.

 

So sei kürzlich in einem Gespräch mit Vertretern der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord sowie der Kreis- und Verbandsgemeindeverwaltung unter anderem der aktuelle Zustand des Brohlbachs thematisiert worden. Der Ortsbürgermeister konnte dabei die vorhandenen Mängel mit Fotos und Aufzeichnungen der Niederzissener Bachpaten belegen. Und er stellte klar: „Der Brohlbach ist ein Gewässer 2. Ordnung und damit in der Zuständigkeit des Kreises. Das betrifft jedoch nur den Durchfluss des Baches. Für Bäume und Ablagerungen im Uferbereich sind die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke verantwortlich.“ Bei einem Treffen der Ortsbürgermeister der Brohlbach-Anliegergemeinden sei über weitere Schutzmaßnahmen wie Ableitungen und Rückhaltungen in den einzelnen Gemarkungen beraten worden, erklärte Hans.

Nicht im gewünschten Tempo voran geht es mit der Vermarktung der Baugrundstücke im Bereich „Bausenberg III“. Noch immer sind nicht alle Kaufverträge mit den Alteigentümern abgeschlossen. Die Verwaltung wird jedoch jetzt die Interessenten aus der Bewerberliste anschreiben und um Abgabe der Kaufabsicht bitten. Am 1. September wird dann das Losverfahren unter notarieller Aufsicht öffentlich durchgeführt.

Erschließung Bausenberg III

So gut wie abgeschlossen ist hingegen der Glasfaserausbau im westlichen Gemeindebereich. „Die Fortführung des Breitbandausbaus in weiteren Straßen unserer Gemeinde ist für 2024 geplant“, kündigte der Ortsbürgermeister an. Und er konnte über eine lobenswerte Privatinitiative berichten: „Dieter Braun und Peter Schmelter, zwei rüstige Rentner aus dem Ortsteil Rodder, haben ein Wartehäuschen für die Rodderer Schulkinder errichtet, die in Richtung Bad Neuenahr fahren. Die Gemeinde musste lediglich die Materialkosten übernehmen.“

Schon vor einigen Wochen hatten die Mandatsträger beschlossen, die Erdgasheizung in der Alten Schule am Marktplatz durch eine Pelletanlage zu ersetzen, die dann über einen Nahwärmeverbund auch das geplante Mehrzweckgebäude versorgen soll. Den Auftrag vergab der Rat jetzt an die Firma Knops aus Adenau zum Angebotspreis von 133 000 Euro. Darin eingeschlossen sind die Kosten für eine vierjährige Wartung und die Garantieverlängerung auf zehn Jahre. In einer Eilentscheidung hatte der Ortsbürgermeister den Planungsauftrag für die notwendigen Bauarbeiten im Keller der Alten Schule ans Büro KG-Architekten aus Kempenich vergeben. Kosten: 9800 Euro. Die Kostenschätzung für die Handwerkerarbeiten beläuft sich auf 32 000 Euro.

Ein weiterer Planungsauftrag ging ans Büro Becker aus Heimersheim für die Bepflanzung der Ausgleichsflächen im Bebauungsplan „Bausenberg III“. Die Honorarkosten betragen etwa 3500 Euro, wobei die Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand erfolgt.


Bild: Der Bau der Erschließungsanlagen im Neubaugebiet „Bausenberg III“ läuft auf Hochtouren. Anfang August sollen die Grundstücke an die potenziellen Häuslebauer verlost werden.


Fotos:   ©Hans-Willi Kempenich
Text:     ©Hans-Willi Kempenich

Zuletzt aktualisiert: Montag, 27. Juni 2022 11:20