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28 Juli

Sitzung Gemeinderat 19.07.2021

Das geplante Neubaugebiet „Oben im Joch“ soll nun doch keine vollwertige zweite Zufahrt erhalten. Diese Entscheidung traf der Gemeinderat mit knapper Mehrheit. Vielmehr wird stattdessen nur eine mit Schotter befestigte Verbindung zwischen dem Baugebiet und dem Wirtschaftsweg in der Verlängerung des Espelsweges hergestellt.

Im Rat war von einem Rettungsweg die Rede, der per Schranke für den Alltagsverkehr gesperrt werden soll.

Planerin Susanne Diewald stellte dem Gemeindegremium ihre Vorschläge für die Neugestaltung des Spielplatzes an der Brohltalstraße vor. Die Maßnahme war notwendig geworden, weil im Zuge der Renaturierung des Bächelsbaches erheblich in die Spielplatzfläche eingegriffen werden musste. Eine große Rutsche kann jedoch an ihrem Standort bleiben und weiterhin benutzt werden. Zusätzlich werden ein Motorik-Parcours, eine Doppelschaukel, ein Sandkasten und zwei Sitzgruppen angeschafft. Zudem wird ein Buswartehäuschen in den Randbereich der Anlage integriert.

„Vorgesehen ist auch eine Naschecke mit Brombeer-, Johannisbeer-, Joster- und Haselnusssträuchern, um den Kindern die Natur nahe zu bringen“, kündigte die Planerin an. „Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 143 200 Euro, die sich durch Eigenleistungen um etwa 16 000 Euro reduzieren lassen“, gab Beigeordneter Ralf Doll bekannt. Die Gemeinde erhoffe sich eine Förderung in Höhe von 40 Prozent. An Susanne Diewald ging anschließend auch der Auftrag für die Planung der Außenanlagen am Mehrzweckgebäude auf dem Marktplatz. Kosten: 6300 Euro.

Als regelrechter Stimmungskiller entpuppte sich die anschließende Beschlussfassung über den Entwurf eines Nutzungskonzeptes für das Mehrzweckgebäude. In teilweise heftigen Diskussionen wurde um Formulierungen gerungen, bevor der Text dann doch auf den Weg gebracht wurde.

Mehr Einigkeit bewies das Gremium bei der Debatte über einen Zuschuss der Gemeinde für ein Festwochenende anlässlich des zehnjährigen Bestehens der ehemaligen Synagoge als Erinnerungs- und Begegnungsstätte. Der Kultur- und Heimatverein wird die Jubiläumsveranstaltung im März 2022 durchführen, die Gemeinde unterstützt die Feier nach einem mehrheitlichen Ratsbeschluss mit 2000 Euro. „Die Sanierung des Gebäudes, sein Umbau zu einer Erinnerungs- und Begegnungsstätte sowie die Einrichtung des Museums zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung im Brohltal sind eine Erfolgsstory und ein Werbeträger für unsere Gemeinde“, sagte Ortsbürgermeister Rolf Hans.
Erinnerungs und BegegnungssttteAbschließend wurden die Möglichkeiten für die Durchführung einer Kirmesveranstaltung am zweiten Septemberwochenende abgewogen. Im vergangenen Jahr war das Dorffest wegen Corona komplett abgesagt worden. Nach heutigem Planungsstand werden die Gemeinde als Veranstalterin und der Sportclub als Organisator jetzt wieder eine zweitägige Kirmes ausrichten. Auch ein Schausteller hat seine Teilnahme schon zugesagt.

 

Bild: Eine Niederzissener Erfolgsgeschichte ist die Sanierung der ehemaligen Synagoge in der Mittelstraße. Im kommenden Jahr wird das zehnjährige Bestehen der Erinnerungs- und Begegnungsstätte gefeiert.


Fotos:   ©Hans-Willi Kempenich
Text:     ©Hans-Willi Kempenich

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 29. Juli 2021 09:23